Stark

In all den Jahren gab und gibt es Bücher, Texte, Geschichten und Gedanken,

die mich immer wieder aufgefangen, gestärkt, inspiriert und mir Mut gemacht haben.

Ich möchte diese gern mit euch teilen.

Hier ein kleiner Ausschnitt, ich werde ihn stetig erweitern.

Buchtips:

"Das Café am Rande der Welt",

"Wiedersehen im Café am Rande der Welt",

von John Strelecky

"Lotta Wundertüte" von Sandra Roth 

"Amber und ihr Esel - von der lebensrettenden Kraft einer Freundschaft", von Julian und Tracy Austwick

"The Work", "Wer bin ich ohne diesen Gedanken"

von Byron Katie

"Vier minus drei - Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand", von Barbara Pachl-Eberhart

"Komm, ich erzähl dir eine Geschichte"

von Jorge Bukay

Zeitschrift: "HAPPINEZ"

"Herzflüsterei" von SAM auf Facebook

"New Spirit" Podcasts von Bahar Yilmaz

 

Fortsetzung folgt...

Die Spezialmutter
Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter, manche freiwillig, einige unter gesellschaftlichem Druck und ein paar aus reiner Gewohnheit.

Dieses Jahr werden 100 000 Frauen Mütter von Kindern mit einer Behinderung.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten die Mütter dieser Kinder ausgewählt werden?

Ich stelle mir Gott vor, wie er über der Erde schwebt und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht.
Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

"Armstrong, Beth: Sohn. Schutzheiliger: Matthias.
Forest, Marjorie: Tochter. Schutzheilige: Cäcilie.
Rutledge, Carrie: Zwillinge. Schutzheiliger?
Gebt ihr Gerard, der ist es gewohnt, daß geflucht wird."

Schließlich nennt er dem Engel einen Namen und sagt lächelnd:"Der gebe ich ein Kind mit einer Behinderung."
Der Engel wird neugierig: "Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch so glücklich."
"Eben deswegen", sagt Gott lächelnd. "Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam."
"Aber hat sie denn die nötige Geduld?" fragt der Engel.

"Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung.
Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen.
Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbständigkeit und Unabhängigkeit,
die bei Müttern so selten und so nötig sind. Verstehst du: das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden."
"Aber, Herr, soviel ich weiß, glaubt sie nicht einmal an dich."

Gott lächelt. "Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet.

Sie hat genügend Egoismus."

Der Engel ringt nach Luft. "Egoismus? Ist das denn eine Tugend?"

Gott nickt. "Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen.
Diese Frau ist es, die ich mit einem Kind beschenken werde, das besondere Hilfe braucht.
Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen. Nie einen Schritt als etwas Alltägliches.
Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem blinden Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung sehen.

Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne - Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile -, und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie meine Arbeit eben so sicher tut, als sei sie hier neben mir."

"Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?" fragt der Engel mit gezückter Feder.

Da lächelt Gott. "Ein Spiegel wird genügen."

(Quelle: Nach Erma Bombeck "Vier Hände und ein Herz voll Liebe" -
Bastei-Lübbe-Taschenbuch 10976)

Wo bist du?

„Ich laufe durch die Straßen deiner Stadt.

Ich streife durch deine Träume.

Ich beobachte dich durch die Augen jedes deiner Mitmenschen.

In jedem Buch, das du liest, hinterlasse ich dir verborgene Zeichen meiner Sehnsucht.

Die Schneeflocken im Winter, zart schmelzend auf deinen Wimpern – einer meiner Versuche, dich wach zu küssen. Mit dem ersten, warmen Frühlingswind streichle ich sanft über deine Haut. Mit jedem deiner Atemzüge liebkose ich dich von innen.

In jeder Sekunde deines Seins stehe ich rufend, drängend, bebend vor dem Haus deiner Seele. Ich klopfe auf tausend verschiedenen Weisen an deine Tür. Laut wie der Schrei eines wütenden Kindes und still wie die Ewigkeit des Alls. Wild und fordernd zerre ich an dir, um dich im nächsten Augenblick behutsam zu umarmen.

Ich habe keine Wahl. Ich werde nichts unversucht lassen. Bis du mir öffnest – weit und bedingungslos. Bis du mir alles schenkst, was du hast und was du bist.

Wo bist du?

Ich brauche dich.

Dein Leben

(Quelle: aus „SeelenGevögelt. Manifest für dein Leben“ Veit Lindau)

Der Sorgensack

Eines Tages wurde einer Frau ihr Sorgensack zu schwer, sie schien fast darunter zu zerbrechen. Sie wusste nicht mehr, wie sie es schaffen sollte, ihn weiter zu tragen. Irgendwann hatte sie von einer Stelle tief im Wald gehört, an der es eine verschlossene Höhle gab, in der man unter bestimmten Voraussetzungen seinen Sorgensack loswerden konnte.
Heimlich machte sie sich auf den Weg. Nach nicht allzu langer Zeit fand sie den Ort. Vor der Höhle saß ein alter Mann, der sie freundlich willkommen hieß.
"Ich möchte hier bei dir meinen Sorgensack loswerden", bat sie ihn.
Er schaute sie eindringlich an: "Das möchten viele, und das können sie hier auch tun. Aber es gibt eine Bedingung: In diesem Raum stehen viele Sorgensäcke, und du kannst deinen nur loswerden, wenn du ihn gegen einen anderen umtauschst".
Die Frau willigte ein, und der Alte führte sie in ein riesiges Gewölbe. Erleichtert stellte sie ihren Sorgensack ab. Dann versuchte sie, ihn gegen einen passenden einzutauschen. Eilig rannte sie von Sack zu Sack und schaute hinein. Enttäuscht band sie jeden schnell wieder zu.
Nach langem Suchen schlich sie zu ihrem Sack zurück, packte ihn wieder auf die Schultern und verließ nachdenklich den Raum. Ihr Sorgensack schien ihr plötzlich so leicht, dass sie ihn gar nicht mehr auf ihren Schultern spürte und sie ging leichtfüßig und guten Mutes davon. Und jedem, den sein Sorgensack fast zu erdrücken schien, erzählte sie von ihrem Erlebnis.

 

 

(Quelle: aus wunderbare Geschichten von Lothar Zenetti)

Hey

"Wenn das Leben grad zu allem schweigt

dir noch eine Antwort schuldig bleibt

dir nichts andres zuzurufen scheint als Nein

Es geht vorbei

 

Wenn der Sinn von allem sich nicht zeigt

sich tarnt bis zur Unkenntlichkeit

wenn etwas hilft mit Sicherheit, dann Zeit

Es geht vorbei, es geht vorbei

 

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst

es ist ok wenn du fällst

auch wenn alles zerbricht

geht es weiter für dich

 

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst

auch wenn dich gar nichts mehr hält

du brauchst nur weiter zu gehn

komm nicht auf Scherben zum stehn

 

Wenn die Angst dich in die Enge treibt

es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht

du es einfach grad nicht besser weißt

dann sei

es geht vorbei

 

es geht vorbei

Wenn jeder Tag dem andern gleicht

und ein Feuer der Gewohnheit weicht

wenn lieben grade kämpfen heißt

dann bleib

 

es geht vorbei, es geht vorbei

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst

es ist ok wenn du fällst

auch wenn alles zerbricht

 

geht es weiter für dich

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst

auch wenn dich gar nichts mehr hält

du brauchst nur weiter zu gehn

komm nicht auf Scherben zum stehn

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst

Es ist okay wenn du fällst

Auch wenn alles zerbricht

geht es weiter für dich

Sei nicht so hart zu dir selbst

Auch wenn dich gar nichts mehr hält

Du brauchst nur weiter zu gehn

Du brauchst nur weiter zu gehn"

(Andreas Bourani)